Fakultät

BÜLENT SOMAY



Geboren 1956 in Istanbul, schloss er einen Bachelor und Master in Englischer Sprache und Literatur an der Boğaziçi Universität (1978, 1981) ab und erhielt einen Doktortitel in Psychozialen Studien des Birkbeck College (2013). Er war Dozent in Vergleichender Literatur und Kulturwissenschaften an der Istanbul Bilgi Universität von 2000-2017 und arbeitete als Direktor des kulturwissenschaftlichen Graduiertenkollegs von 2008 – 2017. Er hat sieben Bücher in Türkisch veröffentlicht ( Hunder Mythen über Sexualität, die wir aufgeben sollten, 2016; Geschichte, Autobiografie und Wahrheit, 2015, Hrg.; Das Subjekt, das zu viel weiß, 2008; Es fehlt etwas, 2007; Das Unbewusste der Geschichte, 2004; Lieder Buch, 2000; Was bleibt ist die Revolution, 1997), sowie vier Bücher auf Englisch (Das Ende der Wahrheit: Fünf Essays über den Untergang des Neoliberalismus, 2021; Es fehlt etwas, 2021; Die Psychopolitik des orientalischen Vaters, 2014; Blick von der Mastspitze, 2010). 2022 erscheint außerdem das Buch Beyond Family: A Case for Another Regime of Reproduction, sexuality and Kinship. Er arbeitet außerhalb der Türkei seit 2017, aktuell als Gastwissenschaftler an der Freien Universität Berlin im Rahmen eines Academy in Exile Stipendiums.


ARAMIZDA



Die Initiative aramızda: Toplumsal Cinsiyet Araştırmalar Derneği wurde 2017 gegründet und arbeitet daran, einen pluralen Raum feministischer Solidarität aufzubauen, der Platz für Netzwerken, Kreativität und Forschung im Bereich der Gender und Queer Studien bietet. Die Gründungsmitglieder des Kollektivs waren feministische Wissenschaftler*innen und Studierende. Sie waren durch ein Regierungsdekret von ihren Positionen entlassen worden, bzw. standen verheerenden Bedingungen gegenüber, sowohl bezüglich des Rechts auf Bildung in den Feldern Gender und LGBTIQ+ Studien, als auch die fehlenden Unterstützungsmechanismen, um sexuelle Belästigung auf dem Unigelände zu verhindern. Zusammen reagierten sie auf diese Situation, indem sie einen Raum außerhalb der Universität für sich beanspruchten, um ihre Studien, Forschung und politischen Aktivismus in den Künsten, der Zivilgesellschaft, sowie der Politik fortzuführen. 15 Wissenschaftler*innen des Kollektivs organisieren aktuell gemeinsam einen Kurs mit Off-University:

Hatice Yeşildal, Melek Zorlu, Nalan Mumcu, Merve Diltemiz, İrem Akı, Eda Aslı Şeran, Emine Sevim, Nagehan Tokdoğan, Deniz Parlak, İlkay Kara, Fatma Sönmez, Hülya Dinçer, Pınar Yıldız, Demet Bolat, Ülker Sözen


ALİ YALÇIN GÖYMEN



Ali Yalçın Göymen beendete seine Doktorarbeit an der Istanbul Universität im Jahr 2013. Seine Forschungsinteressen sind unter anderem politische Subjektivität und sozialer Wandel. Aktuell arbeitet er zur Wechselwirkung zwischen der Krise im sozialen Zusammenhalt und autoritären Strömungen. Er ist Autor des Buchs Devrim Fikri Üzerine (Zum Gedanken des Aufstands) und Herausgeber von En Uzak Sahilin Kıyısında: Yeni Bir Yaşam Kurabilir miyiz? (Am Ufer des fernsten Strands: Können wir ein neues Leben gründen?) Mit dem Kurs, den Göymen bei Off-University unterrichtet, zielt er darauf ab, seine Arbeit fortzuführen und einen Beitrag zu Kritischer Friedensforschung zu leisten.

MOHAMAD MOUSTAFA ALABSI



Mohamad Moustafa Alabsi erhielt seinen Doktortitel in Politischer Philosophie von der Universität Grenobles-Alp in Frankreich. In seiner Arbeit forschte er zur Beziehung zwischen Regimen und Staaten im modernen mittleren Osten, den Begriffen „Feind“, „Revolution“ und „Bürgerkrieg“ in politischen und rechtswissenschaftlichen Theorien, sowie den Lehren und Realitäten des Arabischen Frühlings. Aktuell ist Moustafa Postdoktorand am Columbia Global Center in Amman. Sein persönliches und wissenschaftliches Projekt konzentriert sich auf die Erstellung einer arabischen Enzyklopädie für politische Philosophie. Es hat zum besonderen Ziel, Arabisch sprechenden Studierenden umfängliche Literatur zu Theorien des Staats zugänglich zu machen. Moustafas Forschungsinteressen belaufen sich auf die Philosophie des Gesetzes, unterschiedliche Formen von Regimen und Diktaturen, den totalitären Staat und den Ein-Partei-Staat. Moustafa glaubt an Aktion und Initiative und ist deshalb sehr begeistert, unter dem Banner von Off-University zu arbeiten. Mohamads Artikel wurden bisher vom Saint-Joseph University Journal : InteraXXIons, “ Le Printemps Arabe à l’épreuve du Pouvoir Constituant” (2021), sowie der vielsprachigen akademischen Webseite TheConversation.com “Quel avenir pour les Etats du Moyen Orient ? ” (2021) veröffentlicht.


RAND ABOU ACKL




Rand Abou Ackl ist Archäologe mit Fokus auf den Mittleren Osten. Er erhielt seinen Doktortitel von der Sapienza Universität Rom und schloss seinen Master in Klassischer und Islamischer Archäologie an der Universität Damascus ab. Die Forschung im Rahmen seiner Doktorarbeit legte einen Schwerpunkt auf melkitische Architektur und Symbolik in Syrien Mitte des 17. Jahrhunderts bis Anfang des 19. Jahrhunderts. Rand hat ein Zertifikat in Kunstverbrechen und Kulturgüterschutz von ARCA und schloss einen Kurs in Forensischer Archäologie am IFA der Internationalen Universität für Frieden, Rom, ab. Im Moment ist er Postdoktorand am Columbia Global Centre Amman. Rands aktuelle Forschung beschäftigt sich mit der Darstellung des letzten Gerichts in Syrien und Libanon. Neben anderen Projekten arbeitete er an der Dokumentation von Symbolen und Relikten in der Santa Maria in Cosmiden Basilica in Rom und veröffentlichte einige Forschungsartikel im Feld der Ikonografie und Nach- Byzanth in „Chronos“, URBS (VURBS) - Studi sulla romanità antica e tardoantica, und in “Les annales archéologiques arabes syriennes”.


AHU KARASULU

Unabhängige Wissenschaftlerin. Studentin der Humanwissenschaften. Sie versucht die Gesichter von Informalität, Korruption und Mafias, Raum und Verräumlichung (spacialization); Ressentiment in der Politikgestaltung und im Alltag, sowie literarische Darstellungen des Sozialen zu verstehen. Sie liest viel und schreibt selten. Ihre aktuelle Forschung (mit Dilek Hattatoğlu) beschäftigt sich mit der Arbeit von Generationen von zu lebenslanger Haft verurteilten kurdischen Schriftsteller:innen, sowie kurdischer politischer Literatur. Sie denkt außerdem über Mafias aus der Türkei nach – das Thema ihrer Dissertation, sowie eines Kurses, den sie unterrichtet hat. Nachdem sie den Wirtschaftswissenschaften entkommen ist, trägt sie einen Doktortitel in Moderne Türkische Geschichte der Boğaziçi Universität. Sie hat für 20 Jahre als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Dozentin an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Yildiz Technische Universität gearbeitet, bevor sie 2017 im Rahmen des Notstandsdekrets 686 für ihre Unterschrift der „Wissenschaftler:innen für den Frieden“ Petition entlassen wurde. Sie liebt es, über Themen, die sie interessieren, zu sprechen.

DİLEK HATTATOĞLU

Feministische Forscherin und Aktivistin. Soziologin. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt hauptsächlich auf (Frauen-) arbeit, soziale Bewegungen, Befreiungstheorien und – methodologien. Ihre aktuelle Forschung (mit Ahu Karasulu) beschäftigt sich mit der Literatur von lebenslang im Gefängnis sitzenden kurdischen Autor:innen, sowie allgemein mit Widerstand, Solidarität und den unterschiedlichen Formen, die diese in verschiedenen Kontexten annehmen. Nachdem sie einen Doktortitel in Soziologie von der Mimar Sinan Universität erhalten hatte, arbeitete sie für 17 Jahre als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Privatdozentin für die Muğla Sıtkı Koçman Universität. Für ihre Unterschrift der Friedenspetition der Wissenschaftler:innen für den Frieden wurde sie 2017 im Rahmen des Notstandsdekrets 689 entlassen.  Seit 1994 arbeitet sie in der Türkei und international mit der Bewegung der Heimarbeiter:innen zusammen. Sie hat ihr Leben lang mit nicht-menschlichen Tieren zusammengelebt, ihre neuen Mitbewohner:innen sind Maske und Hevi (Hündinnen) und Mutlu (Katze). Sie ist die Mutter eines jungen menschlichen Wesens.


EMİNE SEVİM



Emine Sevim schloss ihre Masterarbeit in Kritischen Studien zu Männern und Männlichkeit 2019 ab. Sie war wissenschaftliche Mitarbeiterin der Allgemeinen Soziologischen und Methodologischen Fakultät der Munzur Universität und wurde im Januar 2017 im Rahmen des Notstandsgesetzes Nr. 679 entlassen. Sie nahm Teil am Aufbau der Solidaritätsakademien und des Vereins BIRARADA. Aktuell ist Sevim Doktorandin an der Mimar Sinan Fine Arts Universität in der Türkei und setzt ihre Studien als Bildungsaktivistin fort. Unter ihren Forschungsinteressen sind feministische Methodologie, kritische Männlichkeitsstudien, kritische Pädagogik und Bildungswissenschaften.

CAN IRMAK ÖZİNANIR


Can Irmak Özinanır schloss sein Bachelorstudium an der Fakultät der Kommunikationswissenschaften der Ankara Universität ab und erhielt seinen Mastertitel von der gleichen Universität mit der Thesis „Antikapitalistische Bewegungen und Neue Kommunikationstechnologien.“ Seine Forschungsinteressen liegen im Bereich der Medien- und Kulturwissenschaften, neue Kommunikationstechnologien und soziale Bewegungen. Im Moment arbeitet er an seiner Doktorarbeit zum Konzept der Hegemonie in den Medienwissenschaften. Er hat einige Artikel in Magazinen und Büchern veröffentlicht wie zum Beispiel „Determinierung und Marxismus im Denken Stuart Halls“ und „Wo stehen die Solidaritätsakademien in Zusammenhang zu Commons“. Er war als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Ankara Universität tätig und wurde von seiner Position entlassen, nachdem er die „Wissenschaftler:innen für den Frieden“ – Petition unterschrieben hatte. Özinanır setzt seine Forschungs – und Lehraktivitäten an der Ankara Solidaritätsakademie fort.

SERAP SARITAŞ


Dr. Serap Sarıtaş absolvierte ihr Bachelor- und Masterstudium an der Istanbul Universität und erhielt ihren Doktortitel in Economics an der SOAS Universität London. Als Forscherin ist sie spezialisiert in politischer Ökonomie und arbeitet unabhängig, seitdem sie in Reaktion auf ihre Unterschrift der Petition der Wissenschaftler:innen für den Frieden ihre Position an der Dokuz Eylül Universität in der Türkei verloren hat. Ihr Hauptforschungsinteresse liegt in der politischen Ökonomie von Finanzen und Rente. In ihrer Doktorarbeit, die als Buch veröffentlicht wurde, beschäftigte sie sich mit der Finanzialisierung von Renten in der Türkei. Ein weiteres Forschungsgebiet, zu dem sie beigetragen hat, ist soziale Reproduktion mit einem Fokus auf hohes Alter. Dr. Sarıtaşhat mehrere Journalartikel, Buchkapitel und Konferenzbeiträge zum Thema heterodoxe Finanzansätze, Rentenreformen und finanzierte Alterseinkommensschemata verfasst. Unter ihren Veröffentlichung ist: “Financialisation of pensions: The case of Turkey. Global Social Policy (2020)” und “Individual Pension System and Financialisation of Pensions: Feeding Capital”.

AHMED FATIMA KZZO







Dr. Ahmed Fatima Kzzo ist aktuell Gastforscher an der Universität Zürich. Er trägt einen Doktortitel in altertümlicher Archäologie des Nahen Ostens von der Universität Rom. Seine Forschung ist spezialisiert auf altertümliche Glyptik des Nahen Ostens, Geschichte der Altertümlichen Studien des Nahen Ostens, kulturelles Erbe, sowie kulturelle Identitäten. Als Mitglied der italienischen Expedition nach Ebla in Syrien hat Dr.Kzzo seit 2004 an verschiedenen archäologischen Projekten teilgenommen, wie zum Beispiel Ausgrabungen in al-Bimarestan al-Nuri in Syrien, sowie in Çatalhöyük in der Türkei. Er hat zudem verschiedene Umfragen und Archivarbeit zu Inschriften aus der ottomanischen Epoche in der Aleppo Region durchgeführt. Er hat verschiedene Studien veröffentlich und vor kurzem das Buch Racconto d’Egitto, die erste italienische Übersetzung eines arabischen Manuskripts über Ägypten zwischen dem 12. und 13. Jahrhundert.

NEDAL HAJ DARWICH





Erhielt seinen Doktor in Orientaler Archäologie für die Arbeit „Götter und Mischwesen in Syrien und Westmesopotamien in der Frühbronzezeit“ von der Martin Luther Universität Halle-Wittenberg. Er arbeitete als Dozent an der Alfurat Universität in Syrien und der Sulainmani Universität in irakisch-Kurdistan. Er hat bereits an zahlreichen archäologischen Ausgrabungen in Deutschland, Syrien und irakisch-Kurdistan teilgenommen. Er hatte eine Postdoktorandenstelle am Warburg Institute in London von 2017-19 zum Thema Hybrid beings in the Glyptic of Syria, upper Mesopotamia, and Assyria in the Late Bronze Age (1600-1200 BC). Er hat zahlreiche Bücher und Artikel veröffentlicht, wovon die aktuellsten sind: Studien in der Archäologie der Medien und Hochmesopotamien (Arabisch), und Damascus, 2020.

EZGİ PINAR

Dr. Ezgi Pınar verfolgt aktuell ihre Postdoktorandinnen Studien an der Philipps-Universität Marburg. Sie arbeitete als Forschungsassistentin an der Middle East Technical University und der Istanbul Universität in der Türkei. Ihren Ph.D. schloss Sie 2016 mit der Arbeit “The Question of Labour Force Management in Turkey: VET Policies from the State-Capital Relations Perspective” ab. In ihrem Master forschte sie zu Working-Class Formation in the Democrat Party Period. Sie publizierte zu Themen der Integration von syrischen migrantischen Arbeiter*innen in den Arbeitsmarkt in der Türkei, Arbeitskraftmanagement und Staats-Kapital-Beziehungen in der Türkei mit einem Fokus auf Bildungspolitik. Ihre aktuellste Publikation trägt den Namen “A labour-oriented perspective on regime discussions in Turkey“ in Regime Change in Turkey (2020, Routledge). Ihre Forschungsinteressen beinhalten Theorien des Staats und neoliberale Umstrukturierungen, kritische politische Ökonomie, Arbeitspolitik, und türkische Politik.


ATİLLA GÜNEY

Prof. Dr. Atilla Güney erhielt seinen Doktortitel mit der Arbeit „State Intervention in Turkey: An Assessment of the Relationship Between the Political and the Economic Sphere” von der Middle East Technical Universität. Während er an der Mersin Universität an der Fakultät für Öffentliche Verwaltung arbeitete, verlor er auf Grund seiner Unterschrift für die „Wissenschaftler*innen für den Frieden Petition“ seine Position im Rahmen des Notstandsgesetzes. Seine Forschungsinteressen belaufen sich auf politische Philosophie, Theorien des Staats und Epistemologie in den Sozialwissenschaften. Güney veröffentlichte Sosyolojinin Marksist Reddiyesi (Eine marxistische Ablehnung von der Soziologie) mit Yordam Kitap 2019.

MELEHAT KUTUN

Dr. Melehat Kutun erhielt ihren Doktortitel von der Gazi Universität Ankara. Sie war Gastdoktorandin (2009-10) und später -forscherin (2015-16) an der University of York, GB. Während sie an der Mersin Universität, Türkei, arbeitete, verlor er auf Grund seiner Unterschrift für die „Wissenschaftler*innen für den Frieden Petition“ seine Position im Rahmen des Notstandsgesetzes. Sie wurde Gastdozentin und Philipp Schwartz Stipendiatin an der Universität Kassel (2017-20). Aktuell ist sie Einstein Forschungsstipendiatin an der Humboldt Universität Berlin und arbeitet zu zeitgenössischer politischer Theorie, kritische Theorien des Staats, türkische Politik, und Migrationspolitik. Ihr neuestes Buch, herausgegeben mit Babacan, E., Pınar, E., Yılmaz, Z., ist Regime Change in Turkey: Neoliberal Authoritarianism, Islamism, and Hegemony, London: Routledge.

SELIN BENGI GÜMRÜKÇÜ






Selin Bengi Gümrükçü ist Postdoktorandin am Centrum für Europäische Studien der Rutgers Universität in New Brunswick. Sie erhielt ihren Doktortitel von der Universität Zürich im Jahre 2014. Sie forscht zu unterschiedlichen Aspekten von sozialen Bewegungen, politischen Parteien, den Ultrarechten, Gewalt, Europäisierung und Euroskeptizismus, mit einem Hauptfokus auf die Türkei. Ihre Veröffentlichungen sind in internationalen Magazinen erschienen, wie zum Beispiel in Turkish Studies, Southeast European and Black Sea Studies, Journal of Balkan and Near Eastern Studies, und in herausgegebenen Werken. Im Moment arbeitet sie an ihrem ersten Buch, was mit Routledge veröffentlicht wird: Protest and Politics in Turkey in the 1970s: The Making of a Protest Wave.

DEVRIM KABASAKAL BADAMCHI






Devrim Kabasakal Badamchi erhielt ihren Doktor in Politischer Theorie von der Luis Guido Carli Universität in Italien im Jahr 2009. Ihre Forschung findet sich im Feld der zeitgenössischen politischen Theorie mit einem Fokus auf Liberalismus wieder. Sie ist spezialisiert auf Redefreiheit, Hassrede, Tolerierung, Multikulturalismus und Pluralismus. Dr. Badamchi hat Artikel in verschiedenen peer-reviewed Magazinen veröffentlicht, wie zum Beispiel Turkish Studies, sowie Philosophy and Social Criticism. Im Moment arbeitet sie an einer Monographie mit dem Titel „Dimensions of Free Speech: An Exploration of a New Theoretical Framework“, das von Springer in der Serie Philosophy and Politics: Critical Explorations herausgegeben wird.

GÜLLISTAN YARKIN







Gullistan Yarkin ist unabhängige Wissenschaftlerin. Sie schloss ihren Doktor an der Soziologiefakultät der State University of New York in Binghamton 2017 ab. Der Titel ihrer Doktorarbeit lautet The Making of National-Racial Formation and Coloniality in Turkey: Turkish-Kurdish Relations in a Working-Class District of Zeytinburnu in Istanbul, 1950-2017. Ihre Forschungsinteressen beinhalten Rassismus, Anti-Rassismus, Kolonialismus, soziale Bewegungen, Stadtforschung und Türkisch-Kurdische Beziehungen. Ihre Artikel wurden von den Journals Racial Studies, Kurdish Studies, Toplum ve Kuram Lêkolîn û Xebatên Kurdî, New Perspectives on Turkey, und Kürd Araştırmaları veröffentlicht.

NAGEHAN USKAN

Nagehan Uskan lebt auf der Insel Lesbos (Griechenland). Nachdem sie Film an den Universitäten von Bologna und Lyon II studiert hatte, absolvierte Uskan ihre Doktorarbeit an der Soziologiefakultät der Mimar Sinan Universität der Künste in Istanbul. An der Universität Fribourg in der Schweiz führte sie danach eine Postdoktorandinnen Forschung zum Thema der visuellen Selbst-Repräsentation von Migration durch. Sie ist Teil von unterschiedlichen grassroots Bildmedien Kollektiven mit Migrierten auf Lesbos.

SALIM NABI







Salim Nabi schloss seinen Master in Interdisziplinären Studien an der York Universität, Toronto, ab, nachdem er sein Bachelorstudium in Philosophie an der gleichen Institution absolviert hatte. Seit 2016 forscht er zur Situation von Geflüchteten auf der griechischen Insel Lesbos. Seine Arbeiten beschäftigen sich mit den Möglichkeiten einer „affirmativen Biopolitik“, die auf dieser liminalen Insel an den Schnittpunkten von Migrations- und anti-autoritären Bewegungen entstehen. Seine aktuellen Interessen belaufen sich auf einen interdisziplinären Ansatz zu verschiedenen Themen wie Feminismus, Commons, Ko-Leben über die Grenzen des Anthropozentrismus hinaus, Solidarität vs. Humanitarismus in Geflüchteten Umfeldern an den europäischen Grenzen, begrenzten Räumen und Subjektivitäten. Seine letzten Publikationen sind u.a. Invisible Lives as an Emerging Paradigm: Covid-19 and the Refugee Situation in Lesbos, Greece (Refugee Review vol. 5 – forthcoming), Asylum for Sale: Profit and Protest in the Migration Industry (Book Review for Refuge: Canada’s Journal on Refugees vol. 37 – forthcoming).

AYLİN ÇAKI






Aylın Çakı schloss ihr Studium an der geschichtlichen Fakultät der Boğaziçi Universität ab. Sie begann ihren Master an der İhsan Doğramacı Bilkent Universität und wechselte dann an die Bursa Uludağ Universität. Sie schrieb ihre MA-Abschlussarbeit über ein Wahrsagebuch (falnâme), das Ende des 16. Jahrhunderst datiert ist. Ihre akademischen Interessen sind kulturelle Geschichte, Aberglaube, sowie marginalisierte Gruppen in der Ottomanischen Geschichte.

FERDA FAHRİOĞLU-AKIN










Ferda Fahrioğlu-Akın beendete ihr Masterstudium an der Hacettepe Universität mit der Arbeit „Güvenlik ve Kimlik Bağlamında İnsan İhtiyaçları Teorisi’nin Türkiye’de Kürt Meselesine Uygulanması”. Sie erlangte ihren Doktortitel vom Institut für Politikwissenschaften und Internationale Beziehungen an der Yıldız Technischen Universität mit der Dissertation „Devlet-dışı Aktörlerin Mikro Çatışma Çözümündeki Rolleri: Diyarbakır Örneği.” Ihre Forschungsinteressen sind Friedensforschung, Konfliktlösung und die kurdische Angelegenheit. Fahrioğlu-Akın wurde im Rahmen des präsidentiellen Dekrets Nr. 686 von ihrer Position an der Yıldız Technischen Universität entlassen. Diese war eine Reaktion auf ihre Unterzeichnung einer Friedenspetition, die die gewaltvollen Ereignisse in der kurdischen Region kritisierte.

 

AYSUDA KÖLEMEN




Aysuda Kölemen absolvierte ihren Doktor in Politikwissenschaften an der University of Georgia, Athens, USA. Ihr Forschungsinteresse liegt in den vergleichenden Politikwissenschaften der USA, Westeuropa und der Türkei. Aysuda wurde Teil des Bard College Berlin 2019 als PSI-Stipendiatin. Sie ist aktives Mitglied von Off-University seit der Gründung der Initiative. Im Moment arbeitet sie von einer vergleichenden Perspektive zu Autokratisierung und Wissenschaftsfreiheit, sowie der Auswirkung von Sozialpolitiken auf die Konstruktion von Mutterschaft und Genderrollen in der Türkei. Ihre aktuellen Publikationen belaufen sich mit Coşkun, G. B auf (2020). Illiberal Democracy or Electoral Autocracy: The Case of Turkey. In The Emergence of Illiberalism (pp. 166-187). Routledge., sowie dem bald erscheinenden Beitrag (2021) No, Your Other Left! The Fight for the Soul of the Democratic Party, Amerikastudien, 66.

 

YASEMIN ÖZGÜN

Yasemin Özgün schloss ihren Master in Politischer Theorie an der University of Essex, England mit der Arbeit "The Paradox of Representation in Politics“ (Das Paradox der Repräsentation in der Politik) ab. Sie erhielt ihren Doktortitel für ihre Arbeit “Democracy Discourse of the Period of 27 May 1960“ (Demokratiediskurs der Periode des 27. Mai 1960) am sozialwissenschaftlichen Institut der Ankara University. Ihre Interessensgebeite sind Politische Soziologie, Medien und Politik, Gender Studien, Politische Ökonomie, und türkisches politisches Leben. Özgün schrieb 2020 über Feminizm ve Aile Tartışmaları- Teori, Politika- Pratik İlişkisi ve Çelişkileri” (Feminismus und Familiendebatten – Theorie - ; Politik - ; und Praxisbeziehungen und Widersprüche“) in Modern Türkiye’de Siyasi Düşünce: Feminizm, und veröffentlichte 2011 mit Ö. Müftüoğlu zu on "Turkey after 2008: Another Crisis – The Same Responses?" („Die Türkei nach 2008: Eine neue Krise – Gleiche Antworten?”) in Trade Trade Unions and the Global Crisis: Labour's Visions, Strategies and Responses, Melisa Serrano, Edlira Xhafa and Michael Fichter (eds).


SIYAVEŞ AZERI

Siyaves Azeri hat seine neue Position als Professor für Philosophie an der School of Advanced Studies der University of Tyumen in Siberien, Russische Föderatoin begonnen. Wie hunderte andere Wissenschaftler*innen, wurde Azeri im Rahmen des Gesetzesdekrets 679, welches von der Erdoğan Regierung am 6. Januar 2017 erlassen wurde, von seiner Stelle an der Mardin Artuklu Universität in der Türkei entlassen und erhielt ein Berufsverbot für den öffentlichen Sektor. Von September 2017 bis August 2018 arbeitete er als Gastdozent an der École Normal Supérieure in Paris und in den folgenden beiden Jahren an der Université de Lorraine, sowie bei den Archives Henri-Poincaré-Philosophie et Recherches sur les Sciences et les Technologies (AHP-PReST) in Nancy, Frankreich. Azeri ist ebenfalls Mitglied der Thesis Twelve: Mardin Value-Form Circle. Er schreibt über großes Spektrum an Themen in unterschiedlichen internationalen Journalen und Büchern. Seine Forschungsinteressen sind insbesondere Hume’s Empirismus, Kant’scher Transzendentalismus, Marxistischer Materialismus, das Problem des Bewusstseins, sowie die Kritik der Epistemologie.

SALADDIN AHMED

Saladdin Ahmed lehrt Politische Theorie und Internationale Beziehungen am Union College in Schenectady, New York und hat seinen Doktortitel in Philosophie von der University of Ottawa erhalten. In seinem Buch Totalitarian Space and the Destruction of Aura (SUNY, 2019), analysiert er alte im Vergleich zu neuen Formen des Totalitarismus. Aktuell arbeitet er an einem Buchprojekt zu revolutionärer Philosophie. Seine akademischen Artikel wurden unter anderem in Telos, Critique, Critical Race and Whiteness Studies, Philosophical Frontiers, sowie Forum Philosophicum veröffentlicht. Er schreibt außerdem Kolumnen für on Al-Jazeera, The Jerusalem Post, The European, openDemocracy, Institute for Social Ecology, und Telos.

ARAMIZDA

Die Initiative aramızda: Toplumsal Cinsiyet Araştırmalar Derneği wurde 2017 gegründet und arbeitet daran, einen pluralen Raum feministischer Solidarität aufzubauen, der Platz für Netzwerken, Kreativität und Forschung im Bereich der Gender und Queer Studien bietet. Die Gründungsmitglieder des Kollektivs waren feministische Wissenschaftler*innen und Studierende. Sie waren durch ein Regierungsdekret von ihren Positionen entlassen worden, bzw. standen verheerenden Bedingungen gegenüber, sowohl bezüglich des Rechts auf Bildung in den Feldern Gender und LGBTIQ+ Studien, als auch die fehlenden Unterstützungsmechanismen, um sexuelle Belästigung auf dem Unigelände zu verhindern. Zusammen reagierten sie auf diese Situation, indem sie einen Raum außerhalb der Universität für sich beanspruchten, um ihre Studien, Forschung und politischen Aktivismus in den Künsten, der Zivilgesellschaft, sowie der Politik fortzuführen. Der Kurs ‘Gender in der Türkei‘ wird von 13 Wissenschaftler*innen kollektiv organisiert:

Ece ÖZTAN, Melda YAMAN, Yasemin ÖZGÜN, Nalan MUMCU, Dilek HATTATOĞLU, Emine SEVİM, Evun Sevgi OKUMUŞ, Merve DİLTEMİZ MOL, F. Ceren AKÇABAY, E. İrem AKI, Pınar YILDIZ, Demet BOLAT

İLKER GÖKHAN ŞEN


Dr. Ilker Gökhan Şen arbeitet zu den Themen direkte Demokratie, Vergleichendes Verfassungsrecht, Geschichte und Rechte des türkischen Verfassungsgesetzes, sowie zu Menschenrechten und Demokratiebildung. In diesen Bereichen erschienen Bücher und Artikel auf Englisch und Türkisch. In seiner Forschung wendet Şen einen interdisziplinären Ansatz an. 2017 wurde er als einer der Unterzeichner der Petition der „Wissenschaftler*innen für den Frieden“ von Seiten der türkischen Regierung von seiner Position an der Rechtsfakultät der Eskişehir Anadolu Universität entlassen. Aktuell arbeitet und lebt Dr. Şen als Forschungsmitarbeiter des Chr. Michelsen Institut in Halen Bergen, Norwegen.

BARIŞ IŞIK

Barış Işık wurde 1984 in Ankara geboren. 2011 schloss er seine Masterarbeit an der Freien Universität Berlin mit dem Titel „§ 173 StGB Beischlaf zwischen Verwandten - Im Licht des Vergleichs mit der Rechtslage des Inzests in der Türkei -” ab. Seinen Doktortitel erhielt er 2019 von der Istanbul Universität für seine Dissertation „Geçmişe Yürüme Yasağı Bağlamında Zamanaşımı”. 2019 wurde seiner Beschäftigung auf fragwürdige Weise ein Ende verschafft. Er war unter den Autoren des Buchs “Duymak Zorundasiniz: 10 Ekim Katliami Davasi”, das mit dem Sonderpreis der Auswahlkomission im Rahmen des Halit Çelenk Hukuk Preises geehrt wurde.

MELİKE BELKIS AYDIN

Melike Belkıs Aydın wurde 1984 in Istanbul geboren. Sie schloss ihren Master an der Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Anadolu Universität 2013 mit der Arbeit „The Results of Artificial Insemination Techniques in Terms of Pedigree Law and Personality Rights“ ab. Ihren Doktortitel erhielt sie 2019 für ihre Arbeit „Hermeneutic Approach to Law: Philsophical Hermeneutics of Hans-Georg Gadamer“. 2019 wurde ihrer Beschäftigung an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Anadolu Universität auf unrechtliche Weise ein Ende verschafft. 2016 wurden Aydın’s Kurzgeschichten „Pembe Kızıl’ mit dem Türk Saylan Sanat Preis geehrt.

NAHED GHAZZOUL

 Nahed Ghazzoul ist Juniorprofessorin in Linguistik. Sie trägt einen Doktortitel in   Linguistik der Lancaster Universität, Großbritannien. 2008 erhielt sie ein Zertifikat in „Learning and Teaching in Higher Education“ der Lancaster Universität,    Großbritannien. 2006 schloss sie ihren Master in Linguistik (TESOL) an der University of Surrey ab. Sie hat an unterschiedlichen Universitäten inklusive der Aleppo Universität, Syrien, Lancaster Universität, UK, sowie Jerash und Alzaytoonah Universität in Jordanien unterrichtet. Im Moment ist sie Forschungsstipendiatin an der Columbia Universität. Ende 2019 erhielt sie eine Stelle als Forschungsstipendiatin an der East Anglia University UK. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf Linguistik und pädagogische Fragen, weiterhin liegt ihr Interesse im Bereich der „Refugee Studies“. Sie publizierte einige Artikel in hoch bewerteten Journals.

TEOMAN AKTAN

Teoman Aktan ist Politikwissenschaftler mit einem Schwerpunkt auf soziale Bewegungen, Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit im Mittleren Osten. Er trägt einen Doktortitel in Politikwissenschaften und Öffentlicher Verwaltung der Istanbul Universität. Seine Doktorarbeit beschäftigte sich mit der Genealogie von Autonomie und betrachtete Iran und Aserbaidschan als Fallstudien. Aktan hat Forschungsprojekte zum Thema organisationales Engagement (2010), ethnischer Nationalismus (2011), und generationsübergreifende Wertkonflikte (2012) durchgeführt. Er kollaborierte als Sozialarbeiter und Dolmetscher mit mehreren Nicht-Regierungs-Organisationen im Feld der Arbeit mit Geflüchteten in der Türkei. Im Moment ist er Forschungsstipendiat des Columbia Global Center in Amman.

MABRUK DERBESH

Mabruk Derbesh ist aktuell Stipendiat der Columbia University. Seine akademische Bildung erhielt er in Kanada und der USA, wo er auch einen Doktortitel in Applied Management and Decision Science erlangte. Derbesh war Mitglied der Fakultät für Ökonomie und Politikwissenschaften an der Universität Tripoli, wo er Management lehrte. Über lange Jahre schrieb er viel für die wichtigsten lybischen Zeitschriften und Zeitungen und war bekannt für seinen einzigartigen arabischen Schreibstil, sowie seine harsche Kritik am statischen politischen Diskurs und religiösem Extremismus. Er ist außedem Gründer des Libyan Institute for Academic and Intellectual Freedom. In den vergangenen Jahren lag sein Forschungsschwerpunkt insbesondere auf dem Aufbau einer Plattform für Wissenschaftsfreiheit in der MENA Region. Obwohl Derbesh argumentiert, dass akademische Freiheit für viele Menschen in der arabischen Welt noch ein neues Konzept ist, sieht er die Wissenschaft und das freie Denken weltweit unter Bedrohung, selbst im liberalen Apparat des Westens.

GÜLENGÜL ALTINTAŞ

Gülengül Altıntaş schloss ihr Bachelorstudium an der Fakultät für Film und Fernsehen an der Istanbul Universität im Jahre 2000 ab. 2001 reiste sie in die USA, um das Zertifikatsprogramm “Content Creation for Entertainment Media“ an der University of California Los Angeles (UCLA) zu absolvieren. Nach ihrer Rückkehr nach Istanbul arbeitete sie als Regieassistentin in verschiedenen Produktionen, einschließlich kommerziellen Filmen, Fernsehproduktionen und Spielfilmen. Sie war Teilnehmerin an Drehbuch-Schreib-Workshops, sie von Professor*innen der New York Tisch School oft he Arts, sowie der Ungarischen Film Akademie geleitet wurden. Außerdem war sie Mitarbeiterin in der Lehre an der Film und Fernseh Fakultät der Istanbul Bilgi University, wo sie 2006 auch ihren Masterabschluss mit einer Arbeit zum Thema Cyberculture und Kino erhielt. Altıntaş hat mehrere Kurzfilme gedreht und einige Preise erhalten. Im Moment unterrichtet sie Kurse zum Thema des Drehbuch-Schreibens und arbeitet als freischaffende Beraterin für Drehbücher. Nebenher schreibt sie ihre Doktorarbeit zu Türkischem Kino im Bereich der Zeitzeugenforschung.

GUBAD IBADOGHLU

Dr. Gubad Ibadoghlu ist politischer Ökonom aus Aserbaidschan. Er begann seine Karriere am Economic Research Centre im Jahre 1999. Die NGO mit Sitz in Baku setzt sich für wirtschaftliche Entwicklung und verantwortungsbewusste Regierungsführung ein und Dr. Ibadoghlu ist dort leitender Politikberater für soziale und ökonomische Studien. Außerdem war er Mitglied des Lenkungsausschuss des Civil Society Forum (CSF) im Rahmen des EU Eastern Partnership Program und repräsentierte von 2013- 2019 Eurasische Zivilgesellschaften vor dem internationalen Vorstand der Extractive Industries Transparency Initiative. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf Politik, Rohstoffen und Umsatzmanagement. Dr.Ibadoghlu war von 1999-2000 in der Forschung an der Higher Economic School Warschau tätig, an der Central European University in Budapest von 2004-2005, an der University of North Carolina in Chapel Hill 2007-2008, der Duke University von 2015-2016, sowie am Institute for Advanced Study in Princeton von 2017-2018. Im Moment ist Dr. Ibadoghlu als Postdoktorand am Center for European Studies der Rutgers University, New Brunswick, NJ, USA und lehrt außerdem als Gastprofessor an der Fakultät für Politikwissenschaft.

LEILA ALIEVA

Dr. Leila Alieva ist Gastdozentin im Bereich der Russischen und Osteuropa Studien an der Oxford School for Global and Area Studies. Sie ist außerdem Tutorin der Oxford University Fakultät für Lebenslanges Lernen. Vor diesem Engagement war Alieva Mitglie des Senior Common Room am St. Antony’s College der University of Oxford und akademische Besucherin. Bevor sie nach Großbritannien zog, hatte Alieva einen Thinktank in Baku, Aserbaidschan, geleitet. Dr. Alieva’s Forschung widmet sich insbesondere der politischen Ökonomie von Öl, Konflikten, Demokratiebildung und Energiesicherheit. Sie war außerdem Beraterin für die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung und Ölunternehmen. Davor war sie eine Post-Doc Kandidatin der Harvard University, UC Berkeley und Stipendiatin des Woodrow Wilson Center (Kennan Institute), des NATO Defense College (Rom), des National Endowment for Democracy (Washington DC), und der Paul Nitze School for International Studies (Johns Hopkins University). Sie hat Bücher, Kapitel und Artikel lektoriert und verfasst, die von der Oxford University Press, Sharp, Janes Intelligence Review und vielen anderen veröffentlicht wurden. Dr. Alieva hat mehrere akademische Stipendien erhalten und erhält seit 2017 ein Visum für „besondere Talente“ in ihrem professionellen Feld.

UTKU BALABAN

Utku Balaban ist zur Zeit Gastdozent an der Anthropologie und Soziologie Fakultät des Amherst College. Zuvor lehrte er an der Ankara Universität. Im Jahr 2017 wurde er jedoch gemeinsam mit mehr als dreißig Kolleg*innen, die ebenfalls die Friedenspetition unterschrieben hatten, um gegen die Gewalt an kurdischer Zivilbevölkerung durch Regierungskräfte 2015 zu protestieren, entlassen. Balaban fährt mit seinen Studien zu Urbanisierung und Industrialisierung fort. Seine aktuelle Forschung legt besonderen Schwerpunkt auf die Verbindung zwischen der späten Urbanisierung und Industrialisierung, sowie dem Aufstieg des Islamismus in der Türkei.

ÜLKÜ DOGANAY

Nachdem sie ihren Bachelorabschluss von der Fakultät der Kommunikationswissenschaften an der Ankara Universität erhalten hatte, absolvierte Ülkü Doğanay ihren Masterabschluss in Politikwissenschaften von der Middle East Technical University. Ihren Doktor erhielt sie von der Fakultät der Politikwissenschaften und Öffentliche Verwaltung der Ankara Universität. Während ihrer Doktorarbeit wurde Doğanay für ein Stipendium der Türkischen Akademie der Wissenschaften nominiert und arbeitete am Französischen Medien Institut der Paris II Universität. 2009 wurde sie Privatdozentin im Bereich des Politischen Lebens und Institutionen, 2014 wurde sie als Professorin an die Fakultät der Kommunikationswissenschaften der Ankara Universität berufen, wo sie von 1994-2017 arbeitete. Unter den Kursen, die sie während dieser Zeit gelehrt hat, waren Gegen Diskriminierung, Politische Theorie und Regime, Interpersonelle Kommunikation, Zeitgenössische Demokratietheorien, sowie Demokratisierung in der Türkei. 2017 wurde Doğanay im Rahmen eines Notstandsdekrets entlassen und erhielt ein Berufsverbot, im öffentlichen Sektor zu arbeiten, nachdem sie die Petition „Wissenschaftler*innen für den Frieden“ unterzeichnet hatte. Aktuell lehr Doğanay an der Schule für Menschenrechte in der Türkei, eine Online Plattform für Menschenrechtsbildung. 2019 erhielt sie eine Position als Ferndozentin an der Fakultät für Public Policy der Connecticut Universität.

ALI RIZA GÜNGEN


Ali Rıza Güngen ist Politikwissenschaftler und unabhängiger Researcher. Er erhielt seinen Doktortitel von der Middle East Technical Universität und wurde 2013 mit dem Young Social Scientist Preis der Türkischen Sozialwissenschaftlichen Gesellschaft geehrt. Güngen ist Ko-Autor des 2014 veröffentlichten Buchs Finanzialisierung, Schuldenkrise und Kollaps auf Türkisch und Ko-Herausgeber von Die Politische Ökonomie der Finanziellen Transformation in der Türkei (2019). Seine Artikel erschienen in Journalen wie The Journal of Peasant Studies und New Political Economy. Seine aktuelle Forschung richtet ihr Augenmerk auf unabhängiges Schuldenmanagement im Globalen Süden, finanzielle Inklusion, sowie staatliche Umstrukturierung in der Türkei.

ICLAL AYSE KÜCÜKKIRCA

 

İclal Ayşe Küçükkırca absolvierte ihren Doktor im Rahmen des SPEL (Social, Political, Ethical and Legal Philosophy) Programms der Binghamton University in New York im Jahre 2011. Der Titel ihrer Doktorarbeit ist Homelessness and Homemaking. Ihre Interessengebiete sind Geschlechter- und Sexualitätsstudien, insbesondere Frauenbewegungen, feministische politische Philosophie, sowie die Konstruktion des Zuhause an unterschiedlichen Orten und entlang verschiedener Linien. Sie arbeitete als Dozentin der Philosophie Fakultät an der Binghamton University, sowie der Geschichtsfakultät der University of Wisconsin, River Falls und als Privatdozentin an der Philosophie Fakultät der Mardin Artuklu Universität.


YÜKSEL TASKIN


Yüksel Taşkın absolvierte seinen Bachelorabschluss in Politikwissenschaften und Internationalen Beziehungen (Boğaziçi University, Istanbul, 1994). Seinen Master (1995), sowie den Doktortitel (2001) erhielt er von derselben Fakultät. 2002 begann er an der Fakultät für Volkswirtschaft und Betriebswirtschaft der Marmara University zu lehren. Er wurde 2002 zum Privatdozenten ernannt. Taşkın war außerdem Gastdozent am New York University Zentrum von Nah-Östlichen Studien (1999-2000), am Leiden University International Institute für Islamstudien in der Modernen Welt (Herbst 2005-2006), sowie am Northwestern University Buffett Institut für Globale Studien (Frühling 2011-2012). Seine Forschungsinteressen belaufen sich auf die “Soziologie der Politik”, “Intellektuelle und soziale Bewegungen“, sowie „Gesellschaft und Politik im Mittleren Osten“.

BARAN ALP UNCU

Baran Alp Uncu ist politischer Soziologe, spezialisiert auf soziale Bewegungen und Umweltpolitik. Nachdem er seinen Masterabschulss von der McGill Universität erhalten hatte, absolvierte er seine Doktorarbeit in Soziologie an der London School of Economics. Er arbeitete als Fakultätsmitglied an der Marmara Universität von 2007-2017. Im Rahmen der politischen Säuberung gegen die Wissenschaftler*innen für den Frieden in der Türkei wurde er von seiner Position an der Marmara Universität entlassen. Er führt seine akademische Arbeit als unabhängiger Forscher in Zusammenarbeit mit sozialen Bewegungen, Nicht-Regierungs-Organisationen, sowie Forschungsinstituten fort. Seine Hauptinteressen liegen im Bereich der sozialen Bewegungen, der Zivilgesellschaft, Globalisierung und Klimapolitik. Alp Uncu forschte zu Umweltbewegungen (wie der Bergama Bewegung, Northern Forest Defense (KOS)), die Politik des Klimawandels, sowie den Gezi-Protesten in der Türkei. Außerdem führte er mehrere weitere Projekte zum Thema von sozialem und politischen Verhalten von Konservativen, sowie den sozialen und politischen Gegebenheiten von syrischen Geflüchteten in der Türkei durch. Aktuell engagiert er sich für die Cities For Climate Kampagne von 350.org Türkei und ist Autor des entsprechenden Kampagnenbuchs.