EIN COMMONS PERSPEKTIVE AUF DIGITALE SOZIALITÄTEN UND FRIEDEN



KONFERENZ DATUM

07 Okt 2017 15:00 

Sprachen

English

vorbereitende Person

Dr. Aslı Telli Aydemir



Ein Commons Perspektive auf digitale Sozialitäten und Frieden

Akademiker*innen für den Frieden ist ein gutes Beispiel für Commons. Die gegenwärtige Kriegs- und Friedensdialektik ist digital. Besonders in Medien- und Kommunikationsforschung lag der Fokus bisher meist auf der digitalen Spaltung, oder genauer, auf einer digitalen Kluft. Aber denken Sie für einen Moment an digitale Medien im Kontext der aktuellen Grenzproblematik. Studien haben gezeigt wie benachteiligte Gruppen, wie Migranten und Flüchtlinge die vor Krieg flüchten, digitale und soziale Medien für Ihre Flucht nutzen. Viele von Ihnen mit beachtlicher Virtuosität. Im Prinzip sind sie also mobile Commons. Man kann demnach Fragen, die sich mit Frieden, Schlichtung und Friedenstransformation befassen, nicht nur mit abstrakten Begriffen denken. Sozialer Widerstand muss in den besonderen historischen, politischen, ideologischen und kulturellen Kontexten betrachtet werden, in denen sie sich abspielen. Kritischer Frieden darf allerdings auch globale, regionale, transnationale und transterritoriale Variablen nicht außer Acht lassen. Digitalität und weitere neue, artverwandte Formen der Wissensvermittlung, wie Kiron, Silent University, Guiniversite und Off-University, haben ein transformatives Potential, dass uns dabei helfen kann, die Welt derer, die vor Krieg flüchten, und derer, die Frieden zu schaffen versuchen, zu revolutionieren. Diese Möglichkeit der Transformation werden wir in gemeinsamen Solidaritätsrunden diskutieren, und dabei die Begrenzungen durch Zeit und Raum überschreiten, in Richtung einer neuen digitalen Gemeinschaft und in Richtung Frieden.

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