EINE HARTE FRAGE ZUR TÜRKISCHEN JUSTIZ



KONFERENZ DATUM

07 Okt 2017 15:00 - 15 Okt 2017 23:59

Sprachen

Türkçe

vorbereitende Person

Savaş Dede

MODERATOR









„Eine harte Frage“ zur türkischen Justiz: Welche Rolle spielt die Rechtsprechung in Zeiten des Konflikts und bei der Etablierung von Frieden?

Als der „Friedensprozess“ zu einem Ende kam, gleichzeitig mit dem Beginn von Kämpfen, wurde die Konfliktsituation, die türkische Rechtsprechung betreffend, deutlicher. Insbesondere, trotz der Unterstützung der Regierungspolitik des Höheren Gerichtes, versucht die AKP-Regierung sie unter strenger Kontrolle zu behalten, beispielsweise durch legislative Praktiken wie zum Beispiel die Ausnahmeerlesse, sogar zu dem Preis, dass sie in einigen Gebieten überflüssig werden. Es gibt einen Mangel an Analysen, welcher sich mit der internen Arbeit der türkischen Rechtsprechung auseinandersetzt, während türkische Studien dazu neigen letztgenannte als eine abgeschlossene Organisation zu behandeln. Meistens werden die soziologischen Aspekte der richterlichen Praxis und die Beziehung der Richter als Subjekte der Institutionen übersehen. Dieser „Doppelte Charakter“ der Rechtsprechung kann besserdurch die Untersuchung von Beidem verstanden werden: Einerseits eine Analyse welches sie als Institutionen behandelt, andererseits einer explorativen Untersuchung der reflektiven Beziehung der Richter zu der Institution. In dieser Studie mache ich zuerst eine präzise Präsentation mit der Beschreibung der Institutionen der Rechtsprechung. Danach entwickle ich eine Diskussion betreffend der Rechtsprechung im aktuellen politischen Klima, und welche ihre Rolle sein könnte in der „Wiederherstellung und Erhaltung des Friedens“, basierend auf 19 Interviews welche ich mit Richter*innen durchgeführt habe, als Teil der Forschung meiner Masterarbeit.

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